Junge Israelis, Palästinenser und Deutsche begegnen sich

12. - 18. September 2019

mit zusätzlichen 4 nationalen Vor- und Nachbereitungstreffen

“Wenn du mit deinem Feind Frieden machen willst, musst du mit deinem Feind arbeiten” Long Walk to Freedom - Nelson Mandela

Wie aber kann das gehen, wenn sich die palästinensische und die israelischen Gesellschaft zunehmend voreinander abschottet, jeweils gefangen im eigenen Narrativ aus Fakten, Fiktionen, Mythos, Realitäten, Propaganda und menschlichen Tragödien? Wie kann diese Verschanzung aufgeweicht werden, wenn beide Seiten nicht nur Angst um die eigene körperliche Sicherheit haben, sondern auch vor der sozialen Ausgrenzung innerhalb der eigenen Familie und des sozialen Umfelds, wenn sie dem „Feind“ begegnen?

Stimmen aus unseren vorherigen Seminaren:

Ich lebe in meiner eigenen geschlossenen israelischen Gesellschaft mit so vielen unbewussten Vorurteilen und blinden Flecken. Sie zu überwinden und nicht in sie zurückzufallen wird ein lebenslang anhaltender Prozess sein. Das Seminar war eine extrem wichtige Station auf meiner Reise, meinen Kopf aus dem Sand der letzten dreieinhalb Jahre zu ziehen. (ein Israeli)

Ich dachte: alle leben im Paradies und nur ich lebe in der Hölle. Aber als wir die Geschichten der Israelis und der Deutschen hörten, wurde mir klar: viele stecken in emotionalen Konflikten fest, in sozialen, politischen Probleme, das war inspirierend. Denn wir sind aufgewachsen in einer Kultur, die dir sagt: wir sind die einzigen Opfer in dieser Welt. (ein Palästinenser)

Jemand  sagte etwas Positives über Hitler, das war sehr verletzend für die Israelis, so habe die Geschichte meines Großvaters erzählt, er war Soldat in Russland in der Nähe des Massakers von Babyn Jar (1941). Ich war überrascht, wie tief die Palästinenser zugehört haben. Ein Mädchen hat sogar geweint. Sie waren geschockt und sie fingen an zu verstehen, warum Juden Angst um ihre Sicherheit haben. (ein Deutscher)